Die Eigenbedarfskündigung
muss von Anfang an stimmen

Bei Eigenbedarfskündigungen kann man wegen der gesetzlichen Vorgaben nur in sehr beschränktem Umfang nachbessern. Hier muß - wie ich immer zu sagen pflege - "der erste Schuß sitzen". Andernfalls läuft man Gefahr, erst im Räumungsprozess zu merken, dass in der Eigenbedarfskündigung Fehler gemacht wurden. Die können dann nicht mehr repariert werden.

Bei Streitgkeiten mit dem Immobilienmakler hilft Rechtsanwalt Dr. Johannes Mauder

Stellen Sie sich nur folgendes Szenario vor: Das Mietverhältnis besteht schon seit über acht Jahren, die Kündigungsfrist beträgt demnach neun Monate. Sie kündigen Ende Juli 2016 zum 30.04.2017 wegen Eigenbedarfs allerdings ohne diesen ausreichend darzustellen. (Der Mieter wird von mir beraten und ich gebe ihm den Rat, sich zur Kündigung nicht zu äußern, weil wir dadurch erst einmal neun Monate Zeit gewinnen.)

Am 02. oder 03.05.17 ist der Mieter noch immer in der Wohnung. Sie gehen zum Anwalt, der noch im Mai 2017 Räumungsklage erhebt. Nach Durchführung des schriftlichen Vorverfahrens setzt das Gericht wegen der Sommerferien einen Verhandlungstermin erst für September 2017 an. Einen Monat später gibt das Gericht Ihrer Klage statt. Der Mieter legt einen Monat später Berufung ein und begründet diese fristgerecht abermals einen Monat später.

Zwei Jahre verloren und eine Menge Geld verbrannt

Wir haben zwischenzeitlich Weihnachten 2017! Das Berufungsgericht terminiert für April 2018. (Die Zeitspannen entsprechen meinen Erfahrungen in München.) Im Termin eröffnet Ihnen das Berufungsgericht, dass seines Erachtens die Eigenbedarfskündigung nicht ausreichend begründet ist. Sie können keine Gründe "nachschieben", weil das Gericht nur die Gründe berücksichtigen darf, die in Ihrem Kündigungsschreiben vom Juli 2016 auch dargelegt wurden. Das Räumungsurteil vom Oktober 2017 wird aufgehoben und die Klage abgewiesen. Zwei Jahre sind vergangen und Sie können das "Spiel" von vorne beginnen, wenn Sie dazu noch die Nerven und das Geld haben. Bis dahin haben Sie (bei einer Monatsmiete von € 1.000,-) knapp € 10.000,- an Anwalts- und Gerichtskosten "verbrannt"!

Das ist ist keine Schwarzmalerei, das kann man leider täglich vor Gericht beobachten. Mit einer fachlich kompetenten Beratung durch meine Kanzlei sind Sie von Anfang an auf der sicheren Seite.